Reismehlkäfer

Käfer 3-4 mm lang, hell rotbraun gefärbt. Feine Punktstreifen und Längsrippen auf den Flügeldecken. Eizahl 300-600, Larven gelblichbraun, bis 8 mm lang. Entwicklungsdauer vom Ei bis Käfer bei Zimmertemperatur ca. 3-4 Monate. Mehrere Generationen jährlich. Wenig widerstandsfähig gegen Kälte und Nahrungsmangel.

Käfer und Larven fressen Mehl bzw. Mehlprodukte, auch Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüsse. Gelegentlich am Getreide als Folgeschädling von Komkäfer u. a.

Starke Verunreinigung, Mehl wird klumpig, riecht muffig und erwärmt sich. An der Oberfläche befallener Partien häufig Larvenhäute.
In der gewerblichen Vorratshaltung kann der Reismehlkäfer durch chemische Behandlungsmittel oder Begasung bekämpft werden. Da sich die Entwicklung des Reismehlkäfers im Gegensatz zum Kornkäfer außerhalb der Körner vollzieht, werden auch die Entwicklungsstadien des Reismehlkäfers von insektiziden Spritzmitteln und Nebelpräparaten erfasst.

Die Behandlung des befallenen Getreides mit insektiziden Spritzmitteln ist aber nur mit wenigen speziell zugelassenen Mitteln zulässig. Die 100prozentige Abtötung aller Entwicklungsstadien des Reismehlkäfers kann auch durch Begasungsmittel erreicht werden (meist Phosphorwasserstoff).

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